Für europäische Teilegroßhändler und Distributoren sind Autoteile aus der Türkei eine praktische Bezugsquelle: Zwischen der EU und der Türkei besteht eine Zollunion, die gewerbliche Waren abdeckt. Die Türkei verfügt über eine gewachsene Automobilindustrie; Bursa ist eines ihrer Zentren, und MTJ Auto fertigt hier seit 1975 Kunststoff- und Zierteile für Kraftfahrzeuge.
Dieser Ratgeber geht der Reihe nach die Fragen durch, die sich ein Einkäufer stellt, der zum ersten Mal Teile aus der Türkei beziehen möchte.
Warum Kfz-Teile aus der Türkei?
Der Bezug direkt ab Werk lässt Zwischenstufen wegfallen. Da wir den Prozess von der Werkzeugkonstruktion bis zur Serienfertigung im eigenen Haus steuern, haben wir Qualität und Versorgung direkt im Griff. Wir haben keine Mindestmenge je Artikel; Sie können also mit einem kleinen Test bei einigen Positionen Ihrer Liste beginnen und schrittweise ausbauen. Die Zollunion zwischen der Türkei und der EU lässt gewerbliche Waren zudem zollfrei in die EU gelangen; Einzelheiten folgen unten. Für das Vereinigte Königreich gilt ein eigenes Freihandelsabkommen, das ebenfalls unten erläutert wird.
Zoll: Türkei, EU-Länder und Vereinigtes Königreich
Zwischen der Türkei und der EU besteht seit 1996 eine Zollunion. Gewerbliche Waren – Autoteile eingeschlossen – gelangen mit der Warenverkehrsbescheinigung A.TR zollfrei in die EU. Für Abnehmer in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Ungarn und Kroatien gilt dieselbe Regel. Einfuhrumsatzsteuer und Zollanmeldung werden im Bestimmungsland dennoch fällig.
Das Vereinigte Königreich ist aus dieser Union ausgeschieden; seit 2021 gilt ein eigenes Freihandelsabkommen mit der Türkei. Maßgeblich sind dort nicht die A.TR, sondern die Ursprungsregeln des Abkommens und die Ursprungserklärung auf der Rechnung. Auch für andere Länder empfehlen wir, das geltende Abkommen und die geforderten Dokumente vor der Bestellung mit Ihrem Zollagenten zu klären.
Lieferbedingungen und Zahlung
Wenn Sie gleich zu Beginn sagen, auf welcher Lieferbedingung Ihr Angebot beruhen soll, lesen beide Seiten den Preis gleich. Wir arbeiten mit EXW, FCA, FOB, CPT, CIF und DAP; bei DAP ist die Fracht im Angebot enthalten. Bezahlt wird über für beide Seiten sichere Wege wie Vorauskasse, Akkreditiv (L/C) oder Dokumenteninkasso.
Mischladung und Mindestmenge
Ein europäischer Großhändler fragt selten nur einen Artikel an; auf seiner Liste stehen Dutzende Referenzen. Da wir keine Mindestmenge je Artikel haben, können Sie verschiedene Gruppen wie Pedalgummis, Scheibenwaschdüsen, Schaltknäufe und Clips in einer Sendung bündeln. Die Lagerverfügbarkeit unserer Katalogprodukte liegt bei 95 %; um die Frachtkosten zu senken, legen wir die Versandart gemeinsam nach Auftragsgröße fest.
Ihr Autoteile-Lieferant: Vorbereitung der Erstbestellung
Drei Dinge beschleunigen den Angebotsprozess am meisten:
- Eine Liste Ihrer OEM-Nummern. Die als Excel, CSV oder PDF gesendete Liste gleichen wir mit unserem Katalog ab und filtern die Positionen heraus, die wir liefern können.
- Die geschätzte Jahresmenge je Position. Bei wiederkehrenden Positionen mit hohen Stückzahlen wird auch die Fertigung unter Ihrer eigenen Marke zur Option.
- Der Markt, in den Sie verkaufen. Danach richten sich Etikettensprache, Verpackung und Versanddokumente.
Mit Mustern zu beginnen, ist der kürzeste Weg, Maße und Material im eigenen Lager zu prüfen.
Unsere Konditionen für den Bezug direkt ab Werk und das Bewerbungsformular finden Sie auf der Seite Großhandel und Distribution. Wenn Sie die Produkte unter Ihrer eigenen Marke verkaufen möchten, werfen Sie einen Blick auf die Seite Private Label.









